Typische Fehler

5 häufige Fehler bei der Elektroplanung — und wie du sie vermeidest

Eine schlechte Elektroplanung merkst du erst nach dem Einzug — wenn es teuer wird. Diese fünf Fehler sehen wir immer wieder. So gehst du es besser an.

1

Zu wenige Steckdosen in der Küche

Das Problem: Die Küche ist der Raum mit dem höchsten Strombedarf. Kaffeemaschine, Toaster, Wasserkocher, Mixer, Thermomix — alles braucht Strom. Wer nur 2–3 Steckdosen über der Arbeitsplatte plant, steht später mit Mehrfachsteckern da.

Die Lösung: Plane mindestens 6–8 Steckdosen über der Arbeitsplatte, verteilt auf verschiedene Abschnitte. Denke auch an Steckdosen hinter den Einbaugeräten (Kühlschrank, Geschirrspüler, Backofen, Dunstabzug). Ein digitaler Elektroplan hilft dir, nichts zu vergessen.

2

Schalter auf der falschen Türseite

Das Problem: Du betrittst einen Raum und der Schalter ist hinter der Tür. Oder du musst die Tür erst schließen, um das Licht einzuschalten. Diesen Fehler sieht man in fast jedem zweiten Neubau.

Die Lösung: Überlege bei jedem Raum: An welcher Seite öffnet die Tür? Der Schalter gehört auf die Griffseite der Tür, ca. 105 cm Höhe. Bei Durchgangsräumen brauchst du Wechselschalter an beiden Eingängen. Im Elektroplan siehst du sofort, ob alles passt.

3

Keine Planung für Außenbereich und Garten

Das Problem: Terrasse, Carport, Garten, Einfahrt — diese Bereiche werden bei der Elektroplanung oft komplett vergessen. Nachträglich Leitungen nach außen zu legen ist aufwendig und teuer.

Die Lösung: Plane von Anfang an Außensteckdosen (mindestens an Terrasse und Carport), Bewegungsmelder an Hauseingängen und Leuchtenauslässe für Wege und Einfahrt. Auch eine Steckdose für Mähroboter oder Wallbox nicht vergessen!

4

Mündliche Absprachen statt schriftlicher Plan

Das Problem: „Machen wir so wie besprochen" — und nach 3 Wochen erinnert sich niemand mehr, wo genau die dritte Steckdose im Bad hin sollte. Mündliche Absprachen sind die häufigste Ursache für Fehler auf der Baustelle.

Die Lösung: Erstelle einen digitalen Elektroplan mit an DIN angelehnten Symbolen und teile ihn per Link mit deinem Elektriker. So hat jeder die gleiche Vorlage — und Missverständnisse gehören der Vergangenheit an.

5

Zukunft nicht mitgedacht

Das Problem: Heute reichen dir 2 Steckdosen im Wohnzimmer. Aber in 5 Jahren stehen dort ein Fernseher, eine Soundbar, eine Spielekonsole, eine Stehlampe und ein Luftreiniger. Leerverrohrungen kosten beim Bau fast nichts — nachrüsten kostet ein Vermögen.

Die Lösung: Plane 20–30 % mehr Steckdosen als du jetzt brauchst. Setze auf Netzwerkdosen in jedem Raum (auch wenn du WLAN nutzt). Und denke an Leerrohre für Smart-Home-Nachrüstungen, Wallbox und Photovoltaik.

Checkliste: Elektroplanung richtig machen

Grundriss als Basis verwenden
Jeden Raum einzeln durchgehen
Möbelstellung berücksichtigen
Außenbereich nicht vergessen
20–30 % Reserve einplanen
Plan digital erstellen und teilen

Vermeide diese Fehler von Anfang an

Mit Elektroplanung Einfach erstellst du einen professionellen Elektroplan — und vergisst keine Steckdose mehr.